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Corona: Wie geht es weiter?

Was die Pandemie für unser zukünftiges Handeln bedeutet
Detmold 12.Mai 2020

Festhalten können wir, dass sich niemand diese Pandemie ausgesucht hat. Fest steht, dass diese Krise nachhaltige Auswirkungen auf das soziale, psychische und wirtschaftliche Leben hat und weiterhin haben wird.
Fest steht aber auch, dass uns Verschwörungstheoretiker ( obwohl der Begriff Theoretiker hier eigentlich fehl am Platz ist) nicht helfen können. Sie sind gefährlich, weil sie mit hoher Ignoranz einfache Lösungen propagieren. Es ist also schlichte Propaganda.

Was auch auffällt ist, dass auch Fachleute im Verlauf dieser Pandemie ihre Auffassungen und Einschätzungen geändert haben und auch weiterhin ändern werden. Gerade seriöse Wissenschaftler zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Faktenlage beobachten und analysieren und in diesem Prozess ihre Einschätzungen selbstverständlich anpassen. Es bedarf gerade in dieser Zeit Menschen, die nicht nach dem Grundsatz argumentieren: „Ich habe es ja schon immer gewusst.“ „Das war doch klar, dass dieses oder jenes so kommen wird.“

Gerade der (wissenschaftliche) Diskurs ist nötig, damit kluge Entscheidungen angepasst an die momentane Situaion neu bewertet und daraus Handlungen abgeleitet werden. Jedoch obliegt dieses Handeln der Politik und somit uns als Souverän. Alle Anpassungen (Stichwort Lockerungen), die momentan vorgenommen werden, sind nur dann erfolgreich, wenn unser eigenes Handeln konsequent bleibt. Denn eins ist das Virus: Konsequent.

Daher hilft es nicht, sich auf seine Bürgerrechte zu berufen und gleichzeitig die Nicht-Beachtung der wirklich hinlänglich bekannten Hygieneregeln als Akt des Widerstands zu verkaufen. Das ist einfach nur dumm. Das Virus erschreckt sich nicht vor Ignoranz, sondern breitet sich gerade dann fröhlich weiter aus. Verantwortliches Handeln bedeutet eben gerade, diese Regeln einzuhalten, um uns aus dem Würgegriff des Virus zu befreien. Eins ist in dieser Krise sowie auch schon in anderen Krisen deutlich geworden, nämlich, dass nur konsequentes und reflektiertes Handeln hilft, um aus Krisen- im besten Falle sogar gestärkt- herauszufinden.

Von daher ist es über Corona hinaus unabdingbar, sich zu vergegenwärtigen, wie wir nicht nur bei einer Pandemie auf Krisen reagieren können.
Wir können somit festhalten: Konsequentes Handeln in einer Krise ist entscheidend. Die Folgen dieses Handelns sind nicht immer vorhersehbar. Jedoch bedeutet Passivität eine Verschärfung der Situation. Regelmäßiges reflektieren der getroffenen Entscheidungen und deren Anpassung ist professionell und kein Eingeständnis von Inkompetenz. Die beste Verarbeitung einer Krise ist der Diskurs über die unterschiedlichen Sichtweisen. Allerdings darf dies nicht zu einer Endlosschleife führen, sondern sollte einmünden in nachvollziehbare und tranparente Entscheidungen. Irren ist menschlich und sollte nicht als Beweis von Inkompetenz betrachtet werden.

Abschließend lässt sich festhalten, dass auch als krude empfundenen Einschätzungen und Handlungen nicht verboten sein dürfen, sondern mit der Realität abgeglichen werden müssen. Nur dann kann es gelingen, eine größtmögliche Akzeptanz für Entscheidungen zu erreichen und im besten Falle zu überzeugen statt zu verbieten und somit als letzte Möglichkeit restriktiv auf Unvernunft reagiert werden muss.

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